Ergebnisse der Open Space Konferenz

Open-Space-Konferenz

Datum:           06.04.2013, 11.00-19.30 Uhr

Ort:                 Ratssaal Freudenberg, Mórer Platz 1

Teilnehmer:    siehe Anlage

Protokoll:       Annegret Meurer

 

PROTOKOLL


TOP 1                       Begrüßung und Einführung

Bürgermeister Günther begrüßt die Anwesenden und heißt besonders die von weither angereisten Gäste, Frau Bleimund und Herrn Grube aus der Gemeinde Hiddenhausen, Herrn Dr. Eichler aus Havixbeck sowie Frau Thomas vom Servicebüro der Kulturregion Südwestfalen herzlich willkommen. Er bringt seine Freude über die zahlreichen Teilnehmer zum Ausdruck, die den Prozess kontinuierlich begleitet und damit wesentlich zum positiven Klima und der guten Zusammenarbeit beigetragen hätten. Auch die Möglichkeit des späteren Einstiegs in das Projekt bzw. die Teilnahme an auch nur einem Termin habe sich als durchaus sinnvoll und machbar erwiesen und vorhandenes Interesse weiter gestärkt.

Ein herzliches Willkommen zur letzten Veranstaltung entbietet Bürgermeister Günther auch Herrn Richter von der Richter-Beratung, Osnabrück, der heute nicht nur als Moderator sondern auch in seiner eigentlichen Funktion als Berater tätig sein werde.

 

In seinem Willkommensgruß an die Anwesenden betont Herr Richter, dass es ihm stets eine besondere Freude sei, nach Freudenberg zu kommen. Das große Interesse an diesem Prozess, das sich in der stattlichen Teilnehmerzahl  - gemessen im Verhältnis zu einer Kleinstadt -  sowie in der sehr intensiven Arbeit zeige, bringe eine besondere Qualität zum Ausdruck und zeuge von dem hohen Stellenwert, den Kultur in dieser Stadt habe.

Herr Richter gibt eine kurze Übersicht über die weitere Verfahrensweise und den  geplanten zeitlichen Ablauf.  Nach Verabschiedung der bereits vorformulierten und den einzelnen Themen zugeordneten Ziele würden im Plenum Vorschläge zur Erreichung der Ziele gesammelt. Die vertiefende Diskussion erfolge in Arbeitsgruppen, die jeder Teilnehmer gemäß seinem Interesse frei wählen könne, und deren Ergebnisse dann wiederum im Plenum vorgestellt und nochmals gemeinsam erörtert würden mit dem Ziel, einen Konsens zu erreichen.

Diese Vorgehensweise biete den Vorteil, gleich in Aktion zu gehen und ganz konkret in Verabredungen und Handlungen eintreten zu können. Teilnehmer von Arbeitsgruppen, die vor Beendigung des zeitlichen Rahmens ihre Beratungen abgeschlossen hätten, könnten sich den Beratungen in den verbleibenden Gruppen anschließen.  

Am Ende dieser Konferenz solle ein Handlungsplan stehen, der Maßnahmen, Strukturen und Zeitrahmen aufzeige und Empfehlungen für die weitere Vorgehensweise gebe.

Vorschläge, die haushaltsrelevante Konsequenzen hätten, seien in den politischen Gremien zu entscheiden.

 

TOP 2                       Formulierung und Verabschiedung der Kulturpolitischen Ziele für Freudenberg

Die Formulierungsvorschläge wurden den Teilnehmern im Vorfeld der Konferenz zur Kenntnis gebracht. Da keine neuen Ziele bzw. Änderungen an den bisherigen Formulierungen signalisiert wurden, geht Herr Richter die einzelnen Punkte im Plenum nochmal durch, wobei Änderungen bzw. Ergänzungen, die sich aktuell noch ergeben, direkt vor Ort in den vorhandenen Text eingefügt werden.  

Sodann werden die Kulturpolitischen Ziele für Freudenberg, wie nachstehend dargestellt, verabschiedet.

 

Kulturpolitische Ziele Freudenberg

 

  1. 1.      Ehrenamt

1.1       Das Ehrenamt würdigen. Ein Konzept für Formen – Beispiel: „Kultursterne“ - und Veranstaltungen der Anerkennung – entwickeln und umsetzen.

1.2       Konzepte der Ansprache und Mitarbeit entwickeln und umsetzen, um Menschen,die bisher nicht ehrenamtlich aktiv sind- besonders auch junge Menschen - für das Ehrenamt zu gewinnen.

1.3       Den notwendigen Unterstützungsbedarf für ehrenamtliche Tätigkeit – Beispiel:            Fortbildungsangebote, Koordinierung – feststellen und ein Unterstützungskonzept entwickeln und umsetzen.

 

  1. 2.      Stärken stärken

2.1       Die Entwicklungspotentiale unserer „Stärken“ erkennen und nutzen.

2.2       Schnittstellen zwischen den „Stärken“ erkennen und durch Kooperationen nachhaltig nutzen – Beispiel: Künstler und Kunsthandwerker bieten in Kooperation mit Hotels und Gastronomie Wochenendkurse (Kunstschmieden, Goldschmieden,  Holzbildhauerei, Malen usw.) an.

2.3       Die Potentiale der Künstler und Kunsthandwerker gemeinsam präsentieren und  weiterentwickeln -  Beispiel: „Künstlerkolonie Freudenberg“, Kunstclub, Ansiedlung von Kulturschaffenden.

 

  1. 3.      Kernstadt und Ortschaften

3.1       Die Kulturprofile der Ortschaften und der Kernstadt erkennen, beschreiben, ggfs.             weiterentwickeln und sie gemeinsam unter dem Motto „Wir in Freudenberg“ leben und kommunizieren.

3.2       Die besonderen Eigenschaften der Ortschaften und der Kernstadt wertschätzend gegenseitig wahrnehmen und gemeinsam leben.

3.3       Gemeinsam Veranstaltungen von Kernstadt und Ortschaften besser kommunizieren, koordinieren, weiterentwickeln.

3.4       Den Wochenmarkt als Kommunikationsort von Ortschaften und Kernstadt entwickeln/stärken.

3.5       Die Akzeptanzprobleme der Bewohner des „Alter Flecken“ klären (Mengenproblem Tagestouristen, Eventbelastung, Zustellen der Häuser mit Buden).  Lösungsmöglichkeiten entwickeln und umsetzen.

3.6       Bei Veranstaltungskonzeptionen die architektonischen Qualitäten des hist. Stadtkerns  „Alter Flecken“ berücksichtigen, evtl. auch den Marktplatz für Angebote einbeziehen.

3.7       Den Kurpark als „Kulturpark“ entwickeln.

 

  1. 4.      Koordination und Infrastruktur zur Unterstützung

4.1       Die Koordination von Terminen, Veranstaltungen, Planungen sowie Information und Marketing optimieren.

4.2       Die Unterstützungsfunktionen Koordination, Ansprechpartner, Kümmerer mit  Herzblut für Kultur bei der Stadt optimieren.

4.3       Die Potentiale des Kulturmanagements bei Stadt, Vereinen und Institutionen bündeln und ihre Nutzungsmöglichkeiten optimieren.

 

  1. 5.      Finanzierung

5.1       Arbeitgeber und Stadt bilden eine Verantwortungsgemeinschaft zur Erhaltung und             Weiterentwicklung der Infrastruktur von Bildung, Kultur und Freizeit, um in Zukunft Chancen im Wettbewerb um qualifizierte Arbeitnehmer zu haben.

5.2       Unternehmensbranding – Standortbranding: Unternehmen kommunizieren die Qualitäten ihres Unternehmens und die Lebensqualitäten ihres Standortes zusammen.

5.3       Die Tradition des Mäzenatentums in Freudenberg wird gepflegt und weiterentwickelt  – auch zur Förderung der Kultur.

 

  1. 6.      Kooperationen

6.1       Kooperationen mit vielen Institutionen verstärken und ausbauen, um eine eigene             Mobilitätsstruktur entwickeln zu können.

6.2       Gegenseitige Vorteile aus Kooperation mit Nachbarkommunen (Qualität und     Quantität)   ergeben sich in vielerlei Hinsicht; es kann auf bereits gewonnene Erfahrungen aufgebaut werden (z.B. FRids). Kontakte sind zu vertiefen und auszubauen, Partnerschaften mit Institutionen zu begründen.

6.3       Eine bessere Vernetzung der Kultur- und Tourismusverantwortlichen fördern.    Ebenso die Unternehmen in die Prozesse einzubinden, denn aktive Beteiligung ermöglicht bessere Koordination, weil Information und Begleitung der Vorhaben eine erfolgreiche Umsetzung der Zielvorgaben gewährleisten.

 

  1. 7.      Veranstaltungsorte

7.1       Priorität im Segment der Veranstaltungsorte liegt in der Vielfalt der Örtlichkeiten        – diese sind zu halten und zu erweitern sowie die technische Ausstattung zu   verbessern – Motto: „Dach über dem Kopf“

7.2       Zu bestimmten Themen und Zeitpunkten der Veranstaltungen erscheint eine`sinnvolle´ Zentralisierung der Veranstaltungen unabdingbar, keine Doppellungen zum gleichen Termin, z. B.  ein Weihnachtsmarkt. Hierbei sind gleiche Rahmenbedingungen für alle Grundvoraussetzung.

7.3       Der Marktplatz ist als Fläche zu erhalten und zukünftig als „Marktplatz“, zentraler Veranstaltungsort und Treffpunkt weiterzuentwickeln.

 

  1. 8.       Junge Menschen

8.1       Für „junge Menschen“ die Einrichtung einer Schaltstelle mit Ideenpool schaffen.           Dadurch Ansprechpartner für kulturelle Projekte sowie eine bessere Darstellung für        z. B. Jugendfördermittel erreichen.

8.2       Der Bedeutung und Wertigkeit der kulturellen Bildung in der Schule muss ein höherer Stellenwert beigemessen werden. Hierbei ist eine bessere Motivation in der Schule zu erzeugen – die kulturelle Bildung muss von Beginn der Planung an jugendgerechter -  „jugendgemäß“ -  gestaltet werden.

8.3       Die Arbeit der Schulen ist ein wichtiger Bestandteil der Kulturarbeit in Freudenberg. Kultur in der Schule soll in neuen, jugendgerechten Formen unter aktiver Einbindung der Schüler vermittelt werden. Der Lernprozess soll von Beginn an Mut zu Experimenten wecken. Die Persönlichkeitsentwicklung und  die Selbstverantwortlichkeit junger Menschen bedürfen einer strukturierten Anleitung.

8.4       Der Begriff „Ehrenamt“ soll durch eine andere Formulierung (jugendgerechter)  ersetzt werden.

8.5       Mehr Möglichkeit zur kulturellen Projektarbeit soll gegeben sein, wobei fortwährend immer neue, spannende Aufgaben den Heranwachsenden zu stellen sind.Feste Strukturen sind unerwünscht - erfolgversprechender sind Projektarbeiten ohne Zwang, um sich an eine Institution zu binden. In dem Zusammenhang sind auch kulturelle Kooperationen mit überregionalen Institutionen eine sinnvolle Er-        gänzung des Angebots.

8.6       Für die Akteure der kulturellen Bildungsarbeit mit jungen Menschen und Erwachsenen in Freudenberg sollen Qualifizierungsangebote geschaffen werden.

 

  1. 9.      Mut für Neues

9.1       Wiederkehrende Planungskonferenzen für Visionäre und Macher durchführen, um  „im Thema zu bleiben“.

9.2       Anlegen eines Ideenportals und eines Künstler- und Kulturaktiven-Verzeichnisses.

 

TOP 3    Vorstellung und Diskussion der Vorschläge zur Erreichung der Ziele

Im Vorfeld der Gruppenarbeit werden Vorschläge aus dem Plenum sowie die bereits von Herrn Richter erarbeiteten Vorschläge gesammelt und andiskutiert. Diese sind nachstehend zusammenfassend aufgeführt:

1. Ehrenamt:

Jens Benner stellt den sich zurzeit im Aufbau befindlichen Internet-Auftritt vor, den er in  Eigenarbeit erstellt. Auf dieser Kulturseite ( www.kultur-in-freudenberg.de) werde allen Veranstaltern die Möglichkeit gegeben, sich  mit eigenen Beiträgen und Bildmaterial zu präsentieren. Ein Veranstaltungskalender ergänze das Angebot. Seitens der Stadt werde das technische Grundgerüst gestellt, die Dateneingabe solle aber durch die Vereine selbst erfolgen. Auf die Kontrollmöglichkeiten bezüglich der Einträge angesprochen, weist Herr Benner darauf hin, dass ein Sperrvermerk eingefügt werden könne, der nach Durchsicht der Einträge durch die Stadt oder einen anderen Administrator entfernt werden könne, so dass Freigabe erfolge. Damit könne Missbrauch ausgeschlossen werden. 

 

2. Stärken stärken

Frau Monreal hält eine Analyse für sinnvoll, die den Bedarf aufzeigt.

3. Kernstadt und Ortschaften:

Herr Richter sieht hier Möglichkeiten zur Zusammenarbeit mit Hochschulen, Landschaftsplanern und Architekten. Des Weiteren hält er einen runden Tisch als kontinuierliche Einrichtung ein- oder zweimal jährlich für erforderlich, an dem Bewohner, Vermieter, Händler und Geschäftsleute gemeinsam die Probleme besprechen. Durch gute Kommunikation könnten Missverständnisse vermieden  und Lösungsvorschläge erarbeitet werden, die die Interessen aller berücksichtigen würden.

 

4. Koordination und Infrastruktur zur Unterstützung

Herr Richter sieht die Einrichtung einer halben Stelle in diesem Bereich als unumgänglich an. Hier seien Stadt und Politik gefragt, eine diesbezügliche Entscheidung zu treffen. Entweder könne direkt für diese Aufgaben jemand neu eingestellt werden oder aber eine vorhandene Stelle, die bereits mit dem Thema vertraut ist, von anderen Aufgaben entbunden werden, die dann die neu geschaffene Stelle übernehmen würde.

Frau Thomas verweist im Hinblick auf Fördermöglichkeiten auf ähnliche Projekte in Schmallenberg und Bad Berleburg, die mit Fördermitteln des Landes  und einem Eigenanteil jeweils eine halben Stelle für eine Fachkraft eingerichtet hätten. Ob das Land zurzeit noch Fördermittel für solche Projekte freimache, sei zu eruieren.

Herr Richter sieht evtl. Fördermöglichkeiten im Hinblick auf  die besondere Situation in Freudenberg:  Kleinstadt mit 16 Ortsteilen und zahlreichen Vereinen. Antragsteller könnten evtl. die Stadtsparkasse, die Stiftung Gut.für Freudenberg oder die Freilichtbühne sein, da das HSK keinen  Eigenanteil zulasse.

Herr Schüler regt an, sich umzuschauen, wie in anderen Orten Kultur umgesetzt werde. Als Beispiel nennt er die Stadt Wernigerode im Harz, die er gern besuchen möchte, um andere Gedanken und Ideen einzuholen.  

 

5. Finanzierung

Herr Richter sieht in Gesprächen der Stadt mit Arbeitgebern die Möglichkeit, eine Verantwortungsgemeinschaft zu bilden. Argumente zur Anwerbung und zum Halten qualifizierter Arbeitskräfte könnten auf diesem Wege abgestimmt werden. Standort- und Unternehmensqualität sollten zusammen kommuniziert werden. Hierfür müsse bei den Unternehmen ein entsprechendes Bewusstsein, soweit noch nicht vorhanden, geweckt werden. Die anzuwerbenden Arbeitskräfte seien hauptsächlich in der Altersgruppe zu finden, die Familie hätten. Daher seien deren  Interessen  in die Überlegungen mit einzubeziehen. Neben Schönheit von Landschaft und Stadt spielten Kitas, Schulen, Freizeiteinrichtungen und das kulturelle Angebot eine große Rolle bei den Überlegungen, sich für ein Unternehmen zu entscheiden und sich vor Ort anzusiedeln.

Herr Meichelböck berichtet aus seiner Erfahrung in der Personalratsarbeit, dass die genannten  Treffen vielerorts bereits Realität seien. In Freudenberg befänden sich einige Weltmarktführer;  in diesen Firmen würden solche Überlegungen bereits existieren. 

Frau Thomas berichtet von Aktivitäten der IHK, in denen dieses Thema aufgegriffen werde. Dass Kultur als ein bedeutender Wirtschafts- und Standortfaktor gesehen werde, belege eine im Auftrag der IHK Berlin veranlasste Studie des DIW (Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung). Die umfassenden Broschüre „Partnerschaft Kultur und Wirtschaft“ der IHK solle hier Anleitung und Ideengeber sein.

Bürgermeister Günther zeigt die für Freudenberg erfreuliche Entwicklung auf, die deren Qualität als Wohnstadt belege. Viele Auspendler würden mittlerweile von ihrem Wohnort Freudenberg  aus in Orte der Region zur Arbeit fahren.  In einigen Firmen sei das Bewusstsein für das Potential, das Freudenberg als Wohn- und Arbeitsort biete, durchaus vorhanden. So wisse er von vier Firmen, die sich in einem Hort in Büschergrund eingekauft hätten und diesen so mitfinanzieren würden. Mit dem Betreuungsangebot für Kinder von 1-10 J. würden diese Unternehmen für sich werben.

Herr Meichelböck bestätigt die in Freudenberg vorhandenen, im Laufe der Jahre gewachsenen Strukturen sowohl im Gesundheitswesen (Krankenhaus, Arztpraxen usw.) als auch im Bildungs- und Freizeitbereich. Man könne auch mit entsprechenden Aktionen vermehrt auf die vorhandenen Angebote aufmerksam machen.

Herr Richter schlägt Veröffentlichungen in Form einer Serie vor, die kontinuierlich über die Förderung der Wirtschaft berichten würde und ganz gezielt Betriebe aus Vergangenheit und Gegenwart mit deren Engagement vorstelle.

 

6. Kooperationen

Frau Thomas sieht in den Aktivitäten des Technikmuseums ein gutes Beispiel für eine gelungene Vernetzung. Es müsse jedoch immer einen „Kümmerer“ geben, der Kontakte herstelle und pflege.

In NRW gebe es ein Landesprogramm mit dem Titel „Kulturrucksack“, das das Land gemeinsam mit Kommunen und Kultureinrichtungen auf den Weg gebracht habe. Hier sei auch eine Kooperation mit Nachbarkommunen möglich. (Infos zum Projekt: www.kulturrucksack.nrw.de).

 

8. Junge Menschen

Auf die Frage, welche Altersgruppen  zu den „jungen Menschen“ zählen würden, antwortet Herr Richter, dass das Alter nicht nur von der Anzahl der Jahre sondern auch von der  Geisteshaltung abhänge.  In der Regel rechne man Personen unter 25 Jahre zu dieser Gruppe. Dabei spiele auch die Art der Kommunikation und der Vernetzung eine Rolle.

 

9. Mut für Neues

Ein Künstler- und Kulturaktiven-Verzeichnis soll verbunden werden mit dem im Aufbau befindlichen Kulturportal www.kultur-in-freudenberg.de.

 

 

TOP 4                        Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen

Die vorhandenen 9 Themenbereiche werden 7 Arbeitsgruppen – wie nachstehend aufgezeigt – zugeordnet: 

AG                               Thema                                                                       Moderator___________

Arbeitsgruppe I          Ehrenamt                                                                 Herr Benner

Arbeitsgruppe II         Stärken stärken                                                         Herr Bogda

                               Mut für Neues                                                          

Arbeitsgruppe III        Kernstadt und Ortschaften                                         Herr Brandemann

Arbeitsgruppe IV        Koordination und Infrastruktur zur Unterstützung           Herr Richter

                                Finanzierung

Arbeitsgruppe V         Kooperationen                                                           Bürgermeister Günther

 

Arbeitsgruppe VI        Veranstaltungsorte                                                     Herr Meichelböck

Arbeitsgruppe VII       Junge Menschen                                                        Frau Busch-Pfaffe.

 

Die Präsentation der Vorschläge zur Erreichung der Ziele wird von Herrn Richter eingeleitet.

 

Ergebnisse der AG IV – Moderation Herr Richter

 

Thema: Koordination und Infrastruktur zur Unterstützung

Die Koordination von Terminen, Veranstaltungen, Planungen sowie Information und Marketing optimieren.

Die Unterstützungsfunktionen Koordination, Ansprechpartner, Kümmerer mit Herzblut für Kultur bei der Stadt optimieren.

Die Potentiale des Kulturmanagements bei Stadt, Vereinen und Institutionen bündeln und ihre Nutzungsmöglichkeiten optimieren.

•          Zuständigkeiten der in der Stadtverwaltung im Kulturbereich und Tourismus Tätigen so            organisieren, dass eine Person die Funktion Ansprechpartner/Kümmerer übernehmen kann.

•          Koordination, Ansprechpartner „Kümmerer mit Herzblut“ für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Gesicherte Arbeitskapazität - halbe Stelle, möglichst nur für diese Aufgaben, hoher Stellenwert der Aufgabe beim Bürgermeister. Anforderungsprofil für diese Stelle: Kopf,     Herz, Hand – gute Kenntnisse der Kulturarbeit und des öffentlichen Kulturlebens  -

 Leidenschaft, hohes Engagement und Offenheit für diese Aufgabe – zeitl. Flexibilität (Abend, Wochenende) – Kommunikationsfähigkeit.

•          Ergänzend: Antrag Stadt Freudenberg für eine Förderung aus Landesmitteln für ein 3 Jahre     laufendes Pilotprojekt „Kulturmanagement Stadt und 16 Ortschaften“ als Pilot für andere Kommunen.

•          Kulturwerkstatt/Kulturbüro im Rathaus einrichten als Treffpunkt für Vereine und für

            Arbeitssitzungen sowie als Büro-Arbeitsplatz.

•          Kulturmarketing muss regional und überregional wirken. Klärung der Aufgabenteilung

            zwischen Stadt, Kreis, Dienstleister, Technikmuseum, Freilichtbühne u.a., Entwicklung von

            Kooperationen.

•          Kulturmanagement-Potentiale bei Stadt, Kreis, Vereinen, Unternehmen, Institutionen

            ermitteln, Schnittstellen und Optimierungspotentiale klären und nutzen. 

•          Wettbewerb für einen Stadtslogan durchführen.

 

Thema: Finanzierung

Arbeitgeber und Stadt bilden eine Verantwortungsgemeinschaft zur Erhaltung und Weiterentwicklung der Infrastruktur von Bildung, Kultur und Freizeit, um in Zukunft Chancen  im  Wettbewerb um qualifizierte Arbeitnehmer zu haben.

Unternehmensbranding – Standortbranding: Unternehmen kommunizieren die Qualitäten ihres Unternehmens und die Lebensqualitäten ihres Standortes zusammen.

Die Tradition des Mäzenatentums in Freudenberg wird gepflegt und weiterentwickelt  – auch zur Förderung der Kultur.

 

•          Einladung der Arbeitgeber durch Bürgermeister, evtl. in Zusammenarbeit mit IHK,  zwecks      Gründung einer nachhaltigen Verantwortungsgemeinschaft für Infrastruktur Bildung, Kul- tur, Freizeit → Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte.

•          Serie Mäzenatentum Freudenberg, z.B. im Amtsblatt und anderen Medien. Neues Mäzena-     tentum anregen. Mäzene gründen Stiftung „Kulturwerkstadt Freudenberg“, die nicht in             Konkurrenz zu bereits vorhandenen Stiftungen stehen soll sondern als Bürgerstiftung fun-         giert.

 •         „Kulturcent“ einführen. Mit einer Freudenberg Card kaufen und Vergünstigungen in Unter-     nehmen der unterschiedlichsten Art erhalten. Beteiligung der Kommune wünschenswert,      sodass Kooperation sichtbar wird. 

 

Ergebnisse der AG I – Moderation Herr Benner

 

Thema: Ehrenamt

Das Ehrenamt würdigen. Ein Konzept für Formen – Beispiel: „Kultursterne“ - und Veranstaltungen der Anerkennung – entwickeln und umsetzen.

Konzepte der Ansprache und Mitarbeit entwickeln und umsetzen, um Menschen, die bisher nicht ehrenamtlich aktiv sind- besonders auch junge Menschen - für das Ehrenamt zu gewinnen.

Den notwendigen Unterstützungsbedarf für ehrenamtliche Tätigkeit – Beispiel: Fortbildungsangebote, Koordinierung – feststellen und ein Unterstützungskonzept entwickeln und umsetzen.

•          Arbeitstreffen/Tagung zum Ehrenamt. Einmal jährlich (im Winter) Zusammenkunft aller   ehrenamtlich Tätigen auf Stadtebene zum Erfahrungsaustausch bezüglich Kooperation in den Bereichen Personal und Räumlichkeiten, Eventplanungen. Austausch von Know-how  z.B. in Rechtsfragen, Finanzierung, Förderung, Sponsoring. Dazu Einladung von externen  Fachkräften.

•          Ehrung von Ehrenamtlern auf Stadtebene - Veranstalter Kultur, privat Kulturschaffenden, beruflich im Kultursektor Tätige - in einer Veranstaltung mit Außenwirkung, um das Ehrenamt ins rechte Licht zu rücken. Kombination von Tages- und Abendveranstaltung, wobei   sich die Vereine am Tag z.B. an Ständen präsentieren können und sich am Abend selbst feiern. Abends Verleihung  des „Kultursterns“. Durchführung dieser Veranstaltung kontinuierlich einmal jährlich. Vorbereitung auf einem Arbeitstreffen.

•          Ehrenamtstelefon in Verbindung mit geplanter Stelle.

•          Junge Menschen in Projekte einbinden, damit diese in die ehrenamtliche Tätigkeit hinein        wachsen.

 

Diskussionsbeiträge hierzu aus dem Plenum:

Von Frau Thomas erfolgt der Hinweis auf den Kreis Siegen mit seinem Ehrenamtsservice und der Gemeinde Burbach, die eine der 10 Pilotkommunen in NRW für das Projekt „Zukunftsfaktor Bürgerengagement“  sei.  Dort könne man sich beraten lassen.

In diesem Zusammenhang spricht sie auch die Veranstaltung in Olpe mit dem Titel „Strategiewerkstatt Kulturengagement“ der Kulturregion Südwestfalen  am 13.06. an.

Bürgermeister Günther weist auf die bestehende interkommunale Zusammenarbeit hin. Beim Kreis Siegen gebe es eine eigene umfassende Plattform für das Ehrenamt im Internet. Ferner verleihe der Landrat  Ehrenamtspreise für verdienstvolle Vereine und Organisationen. 

Herr Gieseler berichtet von der Initiative einiger Unternehmen in Siegen für einen Tag des Ehrenamtes am 26. Juni. Leider habe es dazu kaum Rückmeldungen der Vereine zur Teilnahme gegeben.

Frau Thomas sieht nicht nur in finanzieller Unterstützung der Unternehmen sondern auch in Sachleistungen eine Möglichkeit der Unterstützung.

Herr Richter weist auf die Möglichkeit von Kultur-Patenschaften hin.

 

Ergebnisse der AG II – Moderation Herr Bogda

Thema: Stärken stärken

Die Entwicklungspotentiale unserer „Stärken“ erkennen und nutzen.

Schnittstellen zwischen den „Stärken“ erkennen und durch Kooperationen nachhaltig nutzen – Beispiel: Künstler und Kunsthandwerker bieten in Kooperation mit Hotels und Gastronomie Wochenendkurse (Kunstschmieden, Goldschmieden, Holzbildhauerei, Malen usw.) an.

Die Potentiale der Künstler und Kunsthandwerker gemeinsam präsentieren und weiterentwickeln -  Beispiel: „Künstlerkolonie Freudenberg“, Kunstclub, Ansiedlung von Kulturschaffenden.

Thema: Mut für Neues

Wiederkehrende Planungskonferenzen für Visionäre und Macher durchführen, um „im Thema zu bleiben“.

Anlegen eines Ideenportals und eines Künstler- und Kulturaktiven-Verzeichnisses.

 

•          Durch Mut für Neues sind Stärken gestärkt.

Daher besteht eine Verbindung zwischen diesen beiden Themen. Es erfordert Mut, neu und groß zu denken.

•          „Kulturwerkstadt Freudenberg“ als Marke platzieren; zurzeit noch Arbeitstitel.

•          Inhaltliche Weiterentwicklung der Kulturwerkstadt in attraktiven Veranstaltungen.

•          Es sind neue Strukturen erforderlich.

•          Leitungsteam – Kulturrat: Planung / Umsetzung, Öffentlichkeitsarbeit, Werbung/Marketing. Zusammensetzung Kulturrat aus verschiedenen Gruppen: Personen des  öffentlichen Lebens, Sponsoren, Künstler, Interessierte und Engagierte, Stiftung, Handel,    Handwerk, Gewerbe, Uni.

•          Organisationsgruppe Stadt Freudenberg: Personal, Material, Veranstaltungsorte.

•          Kulturprogramm: Qualitätsanspruch, begrenzte Anzahl, offensive Vermarktung.

•          Arbeitstreffen Künstler u. Kunsthandwerker, Holzwirtschaft, Goldschmiede mit Hotels und        Gastronomie, um gemeinsam Konzepte zu erarbeiten.

•          Wenn Häuser im Alten Flecken zum Verkauf stehen, kauft sie die Sparkasse oder die Stiftung „Gut.für Freudenberg“ und vermietet sie an Kunsthandwerker oder Künstler.

•          Kulturabgabe

•          Künstler-Verzeichnis und Projektbörse mit Homepage Kultur in Freudenberg verbinden, um     strukturiert arbeiten zu können.

Dazu Diskussionsbeiträge aus dem Plenum:

Herr Dr. Eichler ist der Meinung, dass man das Interesse für ehrenamtliches Engagement nicht nur in gängigen Veranstaltungen oder Gesprächsrunden wecken kann, sondern durch besondere Aktionen, die thematisch einen festen Bezug zum Ort haben ( z. B. Museumsfest, Abendveranstaltung mit Weinprobe), Aufmerksamkeit erhält. Dazu müssten immer neue Ideen entwickelt werden.

Herr Richter sieht in den Vorschlägen viele Schnittstellen zur vorangegangenen Gruppe. Die operative Arbeit könne sich nicht auf die Stadt beschränken sondern müsse darüber hinausgehen. Dafür sei eine Grundsatzentscheidung zu treffen, ob ein Kulturrat ins Leben gerufen werden solle, der auf einer kulturstrategischen Ebene wirke. Beispiel hierfür sei der Landes-Kulturrat, der nicht mit der Regierung verbunden sei und keine Weisungsbefugnis habe, aber eine Ebene für konzeptionelle Kulturarbeit sei. Ein Kulturrat könne z.B. die in diesem Projekt begonnene Arbeit fortsetzen. Für die Kulturpolitik könne er unterstützend tätig werden. Es sei Aufgabe des Stadtrates, die Struktur des Kulturrates zu beschließen.   

Frau Thomas merkt an, dass ein solches Gremium auch Entlastung für den „Kümmerer“ biete, der nicht alles entscheiden könne.

In der weiteren Diskussion wird deutlich, dass Wert auf eine strukturierte Kulturarbeit gelegt wird, die mit Engagement, Sachverstand und ohne politisches Kalkül der Kernstadt und ihren Ortschaften mit den zahlreichen ehrenamtlichen Tätigen in der Kultur gerecht wird.

     

Ergebnisse der AG III – Moderation Herr Brandemann

 

Thema: Kernstadt und Ortschaften

Die Kulturprofile der Ortschaften und der Kernstadt erkennen, beschreiben, ggfs. weiterentwickeln und sie gemeinsam unter dem Motto „Wir in Freudenberg“ leben und kommunizieren.

Die besonderen Eigenschaften der Ortschaften und der Kernstadt wertschätzend gegenseitig wahrnehmen und gemeinsam leben.

Gemeinsam Veranstaltungen von Kernstadt und Ortschaften besser kommunizieren, koordinieren, weiterentwickeln.

Den Wochenmarkt als Kommunikationsort von Ortschaften und Kernstadt entwickeln/stärken.

Die Akzeptanzprobleme der Bewohner des „Alter Flecken“ klären (Mengenproblem Tagestouristen, Eventbelastung, Zustellen der Häuser mit Buden).

Lösungsmöglichkeiten entwickeln und umsetzen.

 Bei Veranstaltungskonzeptionen die architektonischen Qualitäten des hist. Stadtkerns  „Alter Flecken“ berücksichtigen, evtl. auch den Marktplatz für Angebote einbeziehen.

Den Kurpark als „Kulturpark“ entwickeln.

  • Unter dem Motto „Wir in Freudenberg“ die Vielfalt zu einer Einheit zusammenführen.
  • Visitenkarte“ der Orte: Veranstaltungen/kulturelle und touristische Angebote (z.B. Pilger-        unterkünfte), Konferenz der Ortsvorsteher.
  • Auf einer gemeinsamen Werbeplattform Highlights bündeln, z.B. „Freudenberger Sommer“    – Flyer, Internet, Amtsblatt.
  • „Dörfer“-Markt am Marktplatz: regelmäßiger Dialog über alle Veranstaltungen, Termine        abstimmen bei Veranstaltungen mit gleichen Themen, jedoch keine Vorschriften machen.
  • Wochenmarkt muss sein! Wichtig weil: Kommunikation, Erlebnis, Treffpunkt.
  • Neue Organisationsform/Betreiber suchen. Neuanfang herbeiführen. Positives Beispiel:           Frankenberg.
  • Gespräch mit der Werbegemeinschaft suchen zwecks Gründung einer Marktgemeinschaft.
  • „Alter Flecken ist herausragendes Merkmal und Wohnort. Frühjahrs- und Herbsttagung   „Alter Flecken“ mit Bewohnern, Stadt, Gastronomie, Künstlern, Einzelhändlern, zwecks  Abstimmung und zur Gewährleistung, dass Rücksichtsmaßnahmen greifen. Leitung durch  neutralen Moderator.

 Verträgliches Kulturkonzept, niveauvolles Angebot! Veranstaltungen müssen zum Bild der Altstadt passen.

  • Marktplatz ist Entree für die Altstadt. Ebenso wie der Kurpark muss ein positiver Eindruck        geboten werden. Erarbeitung eines Konzeptes für Marktplatz und Kurpark mit Landschaftsplanung durch Hochschule.
  • KulturBergPark (Anm.d.Protokolls: Änderungsvorschlag von H. Brandemann nach Abschluss     der Veranstaltung „FREUDENBERG-KULTUR-PARK“) – als Impuls für Kulturpark-Entwicklung.
  • Konzept für Zuwegung erstellen, Beispiel: Aufzug wie in Marburg oder Freiburg. Frage stellen, ob Veränderung realistisch ist im Hinblick auf die Finanzierung.
  • Mehr Leben, weniger Vandalismus.
  • Zusammenarbeit mit Hochschule für ein Konzept zur Verdeutlichung der Einheit von Kurpark und Marktplatz mit dem „Alten Flecken“.
  • Auf dem Marktplatz einen Brunnen, z.B. Geschichtsbrunnen wie in Olpe, installieren. Diesen als Aktionsfläche mit einbeziehen. Finanzielle Beteiligung durch jedermann.

 

Ergebnisse der AG VII – Moderation Frau Busch-Pfaffe

 

Thema: Junge Menschen

Für „junge Menschen“ die Einrichtung einer Schaltstelle mit Ideenpool schaffen. Dadurch Ansprechpartner für kulturelle Projekte sowie eine bessere Darstellung für z. B. Jugendfördermittel erreichen.

Der Bedeutung und Wertigkeit der kulturellen Bildung in der Schule muss ein höherer Stellenwert beigemessen werden. Hierbei ist eine bessere Motivation in der Schule zu erzeugen – die kulturelle Bildung muss von Beginn der Planung an jugendgerechter -  „jugendgemäß“ -  gestaltet werden.

Die Arbeit der Schulen ist ein wichtiger Bestandteil der Kulturarbeit in Freudenberg.

Kultur in der Schule soll in neuen, jugendgerechten Formen unter aktiver Einbindung der Schüler vermittelt werden. Der Lernprozess soll von Beginn an Mut zu           Experimenten wecken. Die Persönlichkeitsentwicklung und  die Selbstverantwortlichkeit junger Menschen bedürfen einer strukturierten Anleitung.

Der Begriff „Ehrenamt“ soll durch eine andere Formulierung (jugendgerechter)  ersetzt werden.

Mehr Möglichkeit zur kulturellen Projektarbeit soll gegeben sein, wobei fortwährend    immer neue, spannende Aufgaben den Heranwachsenden zu stellen sind. Feste Strukturen sind unerwünscht - erfolgversprechender sind Projektarbeiten ohne Zwang, um sich an eine Institution zu binden. In dem Zusammenhang sind auch    kulturelle Kooperationen mit überregionalen Institutionen eine sinnvolle Ergänzung des Angebots.

Für die Akteure der kulturellen Bildungsarbeit mit jungen Menschen und Erwachsenen in Freudenberg sollen Qualifizierungsangebote geschaffen werden.

 

•          Projekt „Kultur und Schule“ besser bekannt machen über Presse etc. Beispiel einer funktionierenden Zusammenarbeit ist die Theater AG der Freilichtbühne mit der Osterbergschule und den Grundschulen Freudenberg und Büschergrund.

•          Unterstützung der Kulturarbeit durch die Fördervereine der Schulen.

•          Schulleiter-Konferenz zum Thema Kultur und Schule.

•          Kulturelle Angebote „verpflichtend“  im Nachmittagsunterricht.

•          Kulturangebot als Schulzeit anerkennen.

•          Kulturangebote spannend machen durch „neue Orte“.  

•          Befragung der Schüler zum Thema Kultur.

•          Koordinator zwischen Kultur (Vereinen) und Schule. Betreuung der Ideenportale. Ideenpool

            und „Stellenmarkt“ der Vereine.

•          Kinder- und Jugendseite im Internetportal der Stadt, wo altersgemäße Infos abgerufen werden können. Dort können auch Mitfahrgelegenheiten zu Events usw. angeboten werden.

•          Auslobung eines Wettbewerbs zur Namensfindung für den Begriff „Ehrenamt“.

•          Verbesserung der Mobilität für Jugendliche aus den  Stadtteilen durch Anschaffung von einem  Bus: Spielebus, Spielmobil für Lesungen, Rundfahrten, für alle – Vereine vor  Ort einbinden.

•          Stadtführungen für Schulen – evtl. auch mit  gespielten Szenen.

            Die Gästeführer können hier bereits über positive Erfahrungen berichten. Die Lehrer hätten die Schüler gut vorbereitet und auch eine Stadtrallye ausgearbeitet. Das sei eine gute Möglichkeit, Kindern in anschaulicher Form Heimatgeschichte näherzubringen. Ferner können alle Grundschulen einen Gutschein des Bürgermeisters für eine Stadtführung einlösen.

•          Ausbildung von Scouts. Bezahlung als Motivationsanreiz anbieten.

            Ausgangspunkt dieser Überlegungen ist die Kooperation von FRids und Technikmuseum. Für die Umsetzung vorhandener Ideen fehlt es vor allem an jungen Leuten, die mitarbeiten. Durch die Ganztagsschulen sind Jugendl. im Alter von 16, 17 J. schon stark ausgelastet und eigene  Freizeitaktivitäten sind auch meist vorhanden. Man  möchte diesen Personenkreis gerne einbinden und  als Workshop-Leiter fit machen, wofür sie geringfügig bezahlt werden sollen. Ausgebildet von Profis werden sie zu Spezialisten gemacht ( z.B. auch in Form eines Praktikums) und man erhofft sich, dass sie bleiben und weiter mitarbeiten – Interesse wecken für das Ehrenamt durch’s Hintertürchen.

 

Ergebnisse der AG VI – Moderation Herr Meichelböck

Thema: Veranstaltungsorte

Priorität im Segment der Veranstaltungsorte liegt in der Vielfalt der Örtlichkeiten – diese sind zu halten und zu erweitern sowie die technische Ausstattung zu verbessern – Motto: „Dach über dem Kopf“

Zu bestimmten Themen und Zeitpunkten der Veranstaltungen erscheint eine `sinnvolle´

Zentralisierung der Veranstaltungen unabdingbar, keine Doppellungen zum gleichen

Termin, z. B.  ein Weihnachtsmarkt. Hierbei sind gleiche Rahmen-bedingungen für alle

Grundvoraussetzung.

Der Marktplatz ist als Fläche zu erhalten und zukünftig als „Marktplatz“, zentraler Veran-

staltungsort und Treffpunkt weiter zu entwickeln.

 

•          Beim Thema Markt wird dringender Handlungsbedarf gesehen. Es ist ein Gespräch zwischen Stadt, Händlern und Marktbeschicker zu führen mit dem Ziel der besseren zukünftigen Kommunikation und einem größeren Stände-Angebot. Notfalls soll auch ein Austausch des Marktbeschickers erfolgen.  

•          Veranstaltungsatlas mit Verzeichnis der Veranstaltungsorte: Aula, KulTourBackes, Museum,             Freilichtbühne, Technikmuseum, Villa Bubenzer, Backhäuser, Dorfgemeinschaftshäuser, Kirchen, Schulen, Turnhallen etc.

•          Technische Ausstattung der Veranstaltungsorte gezielt anschaffen bzw. bereits vorhandene Technik erhalten.

•          Historische Ereignisse als wiederkehrende Events nutzen, z.B. Kriegskassenraub alle 5 Jahre. Orte als Kulisse mit einbeziehen.

•          Gestaltung des Marktplatzes:  Pavillon für Musik, Theater, Aktionen. Spielplatz, Kirmes, Minigolf. Ebenheit des Platzes auch für z.B. den Weihnachtsmarkt nutzen, der damit sehr zentral und unabhängig vom „Alten Flecken“ wird und Gelegenheit für die Erweiterung der Öffnungszeiten bietet: z.B. 1 Woche von 17.00-21.00 Uhr. Vereine können sich bei der Bewirtschaftung der Stände abwechseln.

Stadtjugendpflege, Kulturbüro und Vereine können mit vielen der o.g. Aktionen sofort starten.

Aus dem Plenum kommen hierzu folgende Ergänzungen:

Das  Stadtmuseum soll zur kulturellen Begegnungsstätte umfunktioniert werden , evtl. mit einem Kultur-Café.  Auch der „Kümmerer“ kann dort sein Büro haben. Als Veranstaltungsort für Kleinkunst und  Ausstellungen, für deren  Betreuung  Herr Siebel zur  Verfügung steht, soll es der Ankerpunkt im Alten Flecken sein und die Aktivitäten dort sowie auf dem Schloßberg und dem Marktplatz unterstützen.

 

Ergebnisse der AG V – Moderation Bürgermeister Günther

Thema: Kooperationen

Kooperationen mit vielen Institutionen verstärken und ausbauen, um eine eigene Mobilitätsstruktur entwickeln zu können.

Gegenseitige Vorteile aus Kooperation mit Nachbarkommunen (Qualität und Quantität)   ergeben sich in vielerlei Hinsicht; es kann auf bereits gewonnene Erfahrungen aufgebaut werden (z.B. FRids). Kontakte sind zu vertiefen und auszubauen, Partnerschaften mit Institutionen zu begründen.

Eine bessere Vernetzung der Kultur- und Tourismusverantwortlichen fördern. Ebenso die Unternehmen in die Prozesse einzubinden, denn aktive Beteiligung ermöglicht bessere Koordination, weil Information und Begleitung der Vorhaben eine erfolgreiche Umsetzung der Zielvorgaben gewährleisten

 

Die Diskussion ist auch in der 4. Veranstaltung intensiv und produktiv. Man geht differenziert an das Thema heran und unterscheidet zwischen interner und externer Kooperation. Es werden etliche Mängel aufgezeigt und eine Verbesserung als unabdingbar angesehen, sowohl was die Kommunikation als auch die Organisation betrifft.

 

• Interne Kommunikation:

            -           gemeinsames Motto für 1 Jahr. Ideenbörse für „verbindende Themen“, z.B. „Siegerländer Wochen“, auch im Sinn „Wiedererkennung“. Ortsteile, Institutionen, Unte nehmen mit gemeinsamen Themen.

            -           Qualifizierter Kümmerer ermittelt Status quo, koordiniert Arbeitskreis. Ziel: (förderfähige) Projektentwicklung und Konzeptentwicklung.

 

• Externe Kommunikation:

            -           Kooperation mit Apollo und/oder Gebr. Busch-Kreis und Bus- bzw. Taxiunternehmen für die Einrichtung eines „Kulturbusses“ gewinnen, damit auch nicht mobile Kulturinteressierte die Möglichkeit zu einem Theater- oder Konzertbesuch haben.

            -           Mit fast fertigen Projekten auf Nachbarkommunen zugehen und Gemeinsamkeiten                   suchen,  da eine Anfrage ohne konkrete Themen nicht zielführend ist. Die Kontakte                  sind auf Verwaltungsebene zu knüpfen, da hier oft schon Verbindungen bestehen.

            -           Aufdeckung von Verbesserungspotentialen und Ausbau. Klärung, wie Ziele zu erreichen sind.

            -           Aufruf in Freudenberg Aktuell.

 Mit interessierten Bürgern in einem Gremium noch zu bestimmender Art soll ermittelt werden, welche Kommunen sich für Kooperationen anbieten.

Frau Thomas betont, dass sich nur sinnvolle Kooperationen ergeben, wenn diese  zielführend sind.

Freudenberg sei bereits an etlichen Kooperationen beteiligt. Eine diesbezügliche Auflistung könne für die Ermittlung weiterer Möglichkeiten hilfreich sein.

 

TOP 5                        Aufstellung eines Handlungsplanes

Nach Abschluss der Zielvorstellungen beendet Herr Richter die Konferenz und bittet für den noch zu erstellen Handlungsplan direkt im Anschluss um die Mitarbeit einer kleinen Gruppe von Teilnehmern.Herr Richter bedankt sich ganz herzlich für die rege Teilnahme an den Veranstaltungen und die guten und engagierten Diskussionen. Er avisiert eine Evaluationsveranstaltung für das Jahr 2014 und freut sich dann auf ein Wiedersehen.

 

HANDLUNGSPLAN

Was

Wer

Mit wem

Bis wann

Kulturrat, Vorschlag für die Struktur

Richter

 

14.04.2013

Beratung des Vorschlages im Kulturausschuss

KT

 

Ende Mai

Beratung im Stadtrat

Rat

 

27.06.2013

Sicherung der ½ Stelle

Bürgermeister

Stellenplankommission, Rat

27.06.2013

Kulturwerkstatt, Kulturbüro

Anforderungsprofil

Herr Bogda

 

14.04.2013

Kulturwerkstatt, Kulturbüro

Bürgermeister

 

30.04.2013

Kulturmarketing

Klärung, Konzeptentwicklung

Verwaltung

 

Mitte Juli

Diskussion im Kulturrat mit Empfehlung

Kulturrat

 

Ende Sept. 2013

Beratung im KT

KT

 

Herbst 2013

Kulturmanagementpotentiale

Studierende

 

 

Wettbewerb für Stadtslogan

Kulturrat

 

30.06.2014

Beschluss (Slogan) im Stadtrat

Rat

 

Herbst 2014

Einladung Verantwortungsgemeinschaft Kommune Arbeitgeber

Bürgermeister

 

Mitte Juli 2013

Serie Mäzenatentum Presse?

Bürgermeister

Stadtarchivar

Ende Juni 2013

Arbeits-Tagung Ehrenamt

Verwaltung

Ehrenamtservice Kreis

Herbst 2013

Schulleiter-Konferenz mit Fördervereinen

Schulamt

FRids, Arbeitsstelle Kult. Bildung Rem-scheid, Fr. Schorn

Termin nach

Absprache

Kinder- und Jugendseite Soziale Netzwerke

Verwaltung

Realschule, Stadtjugendpflege

Herbst 2013

Informationsgewinnung zum Bürgerbus Kultur

Verwaltung

Regionalagentur

Ende 2013

Information über Veranstal-tungsorte auf der Homepage eingeben

Verwaltung

Veranstaltern

zeitnah

Nutzungskonzept Stadtmuseum

Verwaltung

Herr Richter

zeitnah

Wochenmarkt-Konzept nach Sitzung des STEA

 

 

 

Hochschule für Entwicklung Landschaftsplanung Kultur-Bergpark und Marktplatz

Baudezernent

Frau Thomas, Herr Richter

Herbst 2013

Konferenz mit Ortsvorstehern, Visitenkarte Ortschaften

Bürgermeister

 

KW 19

Einladung des Bürgermeisters zu einem Gespräch über die Entwicklung des Alten Fleckens

Bürgermeister

 

zeitnah

Informationen zu überörtlichen Kooperationen gewinnen und ein Konzept entwickeln

Studierende

Presse

nach Absprache

Antragstellung für Pilotprojekt Kulturmanagerin in der besonderen Situation einer Kleinstadt mit 16 Ortschaften

Stiftung Gut.für Freudenberg

Kooperation mit Frau Thomas

Ende August 2013

 

       

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